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| ====Programmeinführung Frühlingskonzert 2025==== | ====Programmeinführung Frühlingskonzert 2026==== |
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| Das Programm des heutigen Konzertes besteht aus Kompositionen französischer Komponisten mit einem Bezug zu spanischer Thematik oder spanischem Kolorit. Es sind ausnahmslos Werke der Romantik, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden sind; drei von ihnen wurden, kurz nacheinander, im Jahre 1875 in Paris uraufgeführt und feiern somit heuer ihr 150jähriges Bühnenjubiläum.\\ | Das heutige Konzert steht unter dem Motto **„Ungarische Impressionen“**. Rund um die Háry-Janos-Suite (in der mit Magdalena Katzensteiner die vorjährige Gewinnerin des Hannes-Kropfreiter-Nachwuchspreises mit dem ASO als Solistin musiziert) stehen dabei abwechselnd Werke von ungarischen Komponisten und solche von anderen Meistern, wo die Stücke inhaltlich wie musikalisch einen Bezug zu unserem Nachbarland haben, am Programm.\\ |
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| Dazu gehört die **„Symphonie espagnole“** von **Éduard Lalo**, uraufgeführt am 7. 2. 1875. Lalo entstammte einer im 16. Jahrhundert aus Spanien nach Frankreich eingewanderten Offiziersfamilie und sollte nach dem Wunsch des Vaters ebenfalls Offizier werden. Als der junge Lalo sich aber für eine musikalischen Laufbahn - zunächst als Geiger und Geigenlehrer - entschied, strich ihm der Vater jegliche finanzielle Unterstützung. Mit seinen frühen Kompositionen hatte Lalo wenig Erfolg; erst knapp 50jährig erlangte er größere Aufmerksamkeit, was auch durch seine Freundschaft mit dem spanischen Geigenvirtuosen Pablo da Sarasate gefördert wurde, der Lalos erstes Violinkonzert uraufgeführt hatte. Das zweite Violinkonzert - eben die „Symphonie espagnole für Violine und Orchester“ - widmete er Sarasate, und es wurde Lalos größter kompositorischer Erfolg. Der Wahl der spanischen Thematik war - neben den Affinitäten Lalos und Sarasates zu diesem Land - auch dadurch mitbedingt, dass Spanien in Frankreich damals „in war“ (die Uraufführung von Bizets „Carmen“ fand nicht zufällig fast gleichzeitig statt). \\ | **Béla Bartók**, **Emmerich Kálmán** und **Zoltán Kodály** gehören einer gemeinsamen Generation ungarischer Komponisten an, deren kompositorisches Schaffen etwa mit dem Jahr 1900 beginnt. Allen drei Persönlichkeiten gemeinsam ist auch, dass sie in Budapest Komposition studierten. Kálmán übersiedelte 1908 nach Wien und prägte gemeinsam u. a. mit Franz Lehár die „Silberne Operettenära“ der Zwischenkriegszeit, wobei „**Gräfin Mariza**“ ein herausragendes Werk darstellt, das auch heute noch auf den Spielplänen der Bühnen steht (u. a. beim heurigen Lehár-Sommerfestival in Bad Ischl). Als Jude musste Kálmán 1938 Wien verlassen und emigrierte zunächst nach Paris, später in die USA; 1949 kehrte er nach Europa zurück. \\ |
| Das effektvolle und virtuose Werk ist eine höchst originelle Mischung aus Violinkonzert, Sinfonie und iberisch-folkloristischer Stimmung; ungewöhnlich in seiner fünfsätzigen Form und reichhaltig in seinen orchestralen Klangfarben und der differenzierten Rhythmik. \\ | |
| Lalo wurde in seiner Heimat als vermeintlicher „Wagnerianer“ gemieden, doch war er ein wichtiger Wegbereiter des Impressionismus und wurde etwa von Claude Debussy wegen seiner Instrumentationskünste und einer progressiven Harmonik sehr geschätzt. \\ | |
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| Nur zwei Wochen vorher, am 24. 1. 1875, war die Uraufführung von **Camille Saint-Saens** sinfonischer Dichtung „**Danse macabre**“ über die Bühne gegangen. Diese, zu dieser Zeit bereits sehr populäre Orchestermusikgattung war von Franz Liszt entwickelt worden, der Saint-Saens Klavierlehrer war und auch die Uraufführung von dessen Oper „Samson und Dalila“ leitete. \\ | Bartók und Kodály verband besonders ihr gemeinsamer Einsatz für die Volksmusikforschung im Rahmen der Musikethnologie. Während des Ersten Weltkrieges war Kodály Bartóks musikalischer Mitarbeiter im k. u. k. Kriegsministerium, wobei sie gemeinsam ein Liederbuch für die Soldaten der k. u. k. Armee herausgaben. Bartók - ein ausgezeichneter Pianist - sammelte im Laufe seines Lebens auf weitläufigen Reisen durch Ungarn, Rumänien, die Slowakei und den Vorderen Orient über 10000 Lieder, die er phonographierte oder direkt schriftlich (in Notenschrift) fixierte. Er suchte dabei v. a. nach der Musik der ländlichen Bevölkerung (die er selbst als „Bauernmusik“ bezeichnete). All dies beeinflusste auch sein Kompositionsschaffen, genauso wie die gemeinsame Suche zahlreicher ungarischer Künstler dieser Zeit nach einem nationalen Stil. \\ |
| Das Werk „Danse macabre“ wurde zunächst - 1872 im marokkanischen Tanger - von Saint-Saens als klavierbegleitetes Sololied komponiert, wobei der Text des Gedichtes „Égalité, Fraternité“ von Henri Cazalis vertont wurde: Zwei Liebende, die aufgrund der Zugehörigkeit zu verschiedenen Gesellschaftsschichten ihre Liebe nicht öffentlich zeigen dürfen, treffen sich in einer Winternacht auf einem Friedhof, wo der Tod „um Mitternacht auf seiner Geige eine Tanzmelodie spielt, um sein schrilles Instrument endlos zu kratzen“, „Skelette durch die Schatten gehen und unter ihren großen Leichentüchern laufen und springen“ und man „die Knochen der Tänzer knacken hört“. \\ | Zur Zeit des 1. Weltkrieges gehörte zu Ungarn auch das (überwiegend deutschsprachige) Siebenbürgen; 1918 (bzw. völkerrechtlich 1920) fiel dieses Gebiet an Rumänien (auch Bartóks Geburtsort liegt im heutigen Rumänien). Auch hier sammelte Bartók Volksmelodien und fasste sie zu einer - 1115 instrumentale Melodien umfassenden - Sammlung „**Rumänischer Volkstänze**“ zusammen. Sieben davon stellte er 1915 zu einer kleinen Klaviersuite zusammen, die er zwei Jahre später zu einer Fassung für kleines Orchester umarbeitete. Die Bauern in Ungarn und Rumänien reihten ihre Dorftänze gewöhnlich zu Fünfer- oder Siebenerfolgen auf; Bartók hat in diesem Werk den Aufbau einer solchen Folge nachgeahmt; die „Rumänische Polka“ ist dabei ein „Zwiefacher“, der ständig zwischem Zweier- und Dreiertakt wechselt. \\ |
| Zwei Jahre später transkribierte Saint-Saens das Klavierlied zu einer Version für Solovioline und Orchester, wobei er auch einschneidende Veränderungen in der musikalischen Struktur einschließlich völlig neu komponierter Abschnitte (etwa dem Fugato im Mittelteil) vornahm. \\ | Gemeinsam mit 60 anderen ungarischen Prominenten (darunter Kodály) unterzeichnete er 1938 einen Protest gegen die auf Wunsch des NS-Staates erlassenen ungarischen „Judengesetze“; er verurteilte den Nationalsozialismus auf das Schärfste, und die Angst, dass Ungarn eine deutsche Kolonie werden könnte, ließ ihn 1939 zunächst in die Schweiz, ein Jahr später in die USA emigrieren, wo er schon wenige Jahre später einer Leukämieerkrankung erlag. \\ |
| Die Solovioline personifiziert den Tod, wobei die „e“-Saite umgestimmt ist auf den Ton „es“ (eine Skordatur also), wodurch die beiden obersten Saiten des Instruments nicht mehr eine reine Quint, sondern einen Tritonus ergeben - ein unmittelbarer Bezug auf die Gedichtzeile //„la mort continue de racler sans fin son aigre instrument“//. Zwei andere Beispiele, wo Saint-Saens die Klangfarbenmöglichkeiten des großen Orchesterapparates nutzt und plakativ umsetzt, sind der Beginn, wo die Harfe zwölf Mal denselben Ton spielt - interpretiert als die zwölf Glockenschläge um Mitternacht -, sowie die Verwendung des Xylophons als Klangmalerei der Textstelle //„on entend claquer les os des danseurs“//. \\ | |
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| Als am 3. 3. 1875 - weniger als ein Monat nach Lalos „Symphonie espagnole“ - die Oper „**Carmen**“ uraufgeführt wurde (und beim Publikum auf breite Ablehnung stieß), hatte **Georges Bizet** bereits 14 andere Opern komponiert - fast alle dem Genre der „Opera comique“ zugeordnet und mit italienischem Einfluss. Ganz in Vergessenheit geraten sind daneben Bizets pianistische Fähigkeiten; bei einem Abendessen, wo auch Franz Liszt anwesend war, spielte er 1861 ein noch unveröffentlichtes, anspruchsvolles Werk des ungarischen Meisters fehlerfrei vom Blatt, worauf Liszt bemerkte, dass Bizet „einer der ausgezeichnetsten Pianisten Europas“ sei. \\ | Zoltán Kodály schrieb seine Dissertation über den „Strophenbau im ungarischen Volkslied“ und sammelte im Laufe der Zeit über 3500 ungarische Volkslieder, deren Eigenart er wissenschaftlich untersuchte. Im Gegensatz zu seinen beiden Komponistenkollegen blieb er zeitlebens, als hochgeachtete Persönlichkeit, in Ungarn. \\ |
| Formal ist „Carmen“ - die Geschichte der männerbetörenden Carmen, der der mit dem Bauernmädchen Micaela liierten Don José verfällt, der für sie ins Gefängnis geht, der aber dann erkennen muss, dass Carmen mittlerweile einen anderen (den erfolgreichen Stierkämpfer Escamillo) liebt und der Carmen (die an ihrer Freiheit festhalten und nicht mehr zu ihm zurückkehren will) schließlich ersticht - ebenfalls noch eine „Opera comique“, doch machen sie die realistische Milieuschilderung, Dramatik und schicksalhafte Tragik bereits zu einem Vorläufer des Verismo. Gleichzeitig vollzog Bizet in dem Werk eine Synthese zwischen der - der Opera comique eigenen - Kleingliedrigkeit in der Form (die Dialoge waren ursprünglich gesprochen, erst später wurden sie durch Rezitative aus der Feder des Komponisten Ernest Guiraud ersetzt) und der ausgeweiteten musikalischen Szenen der Oper des 19. Jahrhunderts. \\ | 1926 - also vor genau einem Jahrhundert - komponierte er das Singspiel „**Háry János**“, eine Art „Volks-Oper“ (in vier Bildern und einem Vor- und Nachspiel). János Háry (Háry ist der Nach-, János der Vorname) war eine historische Figur, die Anfang des 19. Jahrhunderts lebte. Er diente in den Napoleonischen Kriegen in der kaiserlichen Armee unter Kaiser Franz. I. als einfacher Infanterist. Nach seinem Militärdienst kehrte er in sein Heimatdorf Simontornya (Mittelungarn) zurück und arbeitete dort als Töpfer. In der Dorfschenke war er dafür berühmt, seinen Zechkumpanen Geschichten über seine angeblichen Heldentaten im Krieg zu erzählen; so behauptete er etwa, Napoleon eigenhändig besiegt und das Herz der Kaiserin Marie-Louise gewonnen zu haben. Diese Erzählungen wurden 1843 von János Garay in einem Epos schriftlich festgehalten, das die Grundlage für Kodálys Singspiel (in dem er sich auf vier der Abenteuer János´ beschränkte) darstellte. \\ |
| Im heutigen Konzert werden neun Orchesterstücke aus der Oper gespielt, und zwar - im Gegensatz zu den „Carmen-Orchestersuiten“ - in jener Reihenfolge, wie sie im Bühnenwerk vorkommen. Dabei handelt es sich sowohl um original ausschließlich instrumentale Stücke (Prelude, Aragonaise) als auch um Orchesterfassungen von Gesangsstücken (z. B. der „Chor der Gassenjungen“ oder die „Habanera“ und die „Seguidille“ - beides Arien der Carmen). \\ | Ein Jahr später stellte Kodály aus dem Bühnenwerk eine - äußerst groß besetzte - **Orchestersuite** zusammen, die im März 1927 in Barcelona uraufgeführt wurde. Das sechssätzige Werk beginnt mit einem gewaltigen „orchestralen Niesen“ - in der ungarischen Tradition gilt, wenn jemand während des Erzählens niest, dies als Zeichen dafür, dass die folgende Geschichte die absolute Wahrheit ist. Im dritten und fünften Satz verwendet Kodaly das Zymbal (eine ungarische Form unseres Hackbretts) als Soloinstrument. Das „Lied“ ist dabei tatsächlich ein authentisches ungarisches Volkslied. \\ |
| Exakt nur drei Monate nach der Uraufführung erlag Bizet - auch desillusioniert vom Misserfolg der Oper - erst 36jährig einem Herzanfall. Den Siegeszug seiner „Carmen“, die wohl mit der Wiener Erstaufführung im Oktober 1875 begann, konnte er so nicht mehr miterleben. \\ | |
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| **Émile Waldteufels** Konzertwalzer **„Espana“** entstand ein gutes Jahrzehnt nach diesen drei Stücken - in ihr verarbeitete der Komponist Themen aus der wenige Jahre davor entstanden Orchesterrhapsodie „Espana“ von Emmanuel Chabrier. In manchem kann Waldteufel als französisches Pendent zu Johann Strauss Sohn gesehen werden, da die beiden Komponisten viele Gemeinsamkeiten (samt einem musikalischen Wettstreit in Berlin 1889) verbanden. \\ | Zu den populärsten Werken von **Johannes Brahms** zählen seine 21 **Ungarischen Tänze**, die ursprünglich Werke für Klavier zu vier Händen waren, später aber (drei - darunter der Tanz Nr. 1 - von Brahms selbst) für Orchester instrumentiert wurden. Bei manchen Tänzen wurde dabei auch die Tonart verändert (wie im Tanz Nr. 5, der ursprünglich in fis-moll stand). Es handelt sich dabei zumeist die Bearbeitung vorgefundener Melodien, die aber ihrerseits keine originalen Volkslieder ungarischer Roma sind. Brahms hatte sie vom Geiger Eduard Reményi kennengelernt; das Hauptthema des 5. Tanzes stammt vom ungarischen Komponisten Béla Kéler. \\ |
| Waldteufel entstammte einer jüdischen Musikerfamilie, deren Wurzeln in Böhmen lagen, die aber seit 1793 im Elsass ansässig war. Sein Vater leitete in Straßburg ein Orchester, in dem der junge Waldteufel häufig auftrat. Nachdem er aber 1865 die Kaiserin Eugénie in Biarritz musikalisch beim Tanz begleitet hatte, wurde er zum kaiserlichen Tanzmusikdirektor ernannt, wo er unter anderem für die Betreuung der Hofbälle Kaiser Napoleons III. in den Tuilerien verantwortlich war. Waldteufel komponierte 274 Werke, fast ausschließlich Tanzmusik (Walzer, Polkas, Mazurkas) - Émile Zola bezeichnete ihn als „Walzerfabrikanten, der seine Werke bei Tags schreibt, um sie abends zu spielen“. \\ | |
| Sein Konzertwalzer „Espana“ - wie alle Werke Waldteufels nur am Klavier konzipiert und erst nachträglich instrumentiert - steht in der Tradition der Spanien-Begeisterung in Frankreich, die sich zwei Jahrzehnte später etwa noch in Debussys „Iberia“ oder Ravels „Rapsodie espagnole“ ausdrücken sollte. \\ | |
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| **Birgit Kolar**\\ | |
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| Die international renommierte Geigerin wurde in Waidhofen/Ybbs (Österreich) geboren. Sie war Schülerin von Rainer Küchl und Jela Spitkova an der Musikuniversität in Wien, weitere Studien bei Wolfgang Scheiderhan, Robert Masters und Josef Luitz. \\ | Eine Generation vor Brahms revolutionierte in Frankreich **Hector Berlioz** die Orchestermusik mit ungewohnten neuen Klangfarben, die den Weg zu den üppig besetzten Instrumentalwerken der Spätromantik erst bereiteten. In der „Légende-dramatique“ „**La damnation de Faust**“ - ein Werk sowohl mit Merkmalen einer Nummernoper als auch mit jenen einer Chorsinfonie - spielt der erste Teil in der Puszta Ungarns, wo Faust auf einer Frühlingswiese herumirrt. Den Abschluss dieses Teiles bildet der „**Rákóczi-Marsch**“ - ein ungarisches Nationallied und quasi die inoffizielle Hymne Ungarns. Er geht auf ein sehr populäres Klagelied um 1730 zurück, das das Unglück der Magyaren und die Unterdrückung durch die Habsburger beweinte, und das Franz II. Rákóczi zur Rückkehr anflehte, um sein Volk zu retten. Im 19. Jahrhundert wurde dieses Lied durch den Rákóczi-Marsch abgelöst, den Hector Berlioz für seinen „Faust“ bearbeitete, und der heute noch in Ungarn häufig bei staatlichen und militärischen Feierlichkeiten gespielt wird. Die Uraufführung von „La damnation de Faust“ war übrigens völlig verunglückt und stürzte Berlioz in ein finanzielles Desaster. \\ |
| Finalistin und Preisträgerin beim Internationalen Yehudi Menuhin Wettbewerb 1991 (England). Solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit in verschiedenen Ländern Europas, Südamerikas und in Japan. | \\ |
| Von 1999-2008 war sie Primaria des Münchner Streichquartetts, das sie gemeinsam mit Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gründete. 2008 gründete sie mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und Wiener Symphoniker das Seraphin Quartett Wien. \\ | Die Bezeichnung „**Abschiedssinfonie**“ für **Haydns Sinfonie Nr. 45** stammt nicht vom Komponisten selbst und entstand erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie ist seine einzige Sinfonie, die in der für die damalige Zeit völlig unüblichen (weil auf den damaligen Trompeten und Hörner unspielbaren) und besonders melancholisch geltenden Tonart fis-moll steht, und auch eine der wenigen, die gesichert auf Schloss Esterháza in Fertöd (und damit auf heute ungarischem Staatsgebiet) entstanden ist. Neben dem langen, monotonen zweiten Satz ist die Struktur des Schlusssatzes besonders ungewöhnlich; dieser endet nach dem üblichen schnellen Abschnitt mit einem langsamen Teil, bei dem die einzelnen Instrumente nach und nach zu spielen aufhören und schließlich nur mehr zwei Soloviolinen übrigbleiben. Ob die gängige Vorstellung, dass dadurch Haydn seinen fürstlichen Dienstgeber darauf hinweisen wollte, dass - nach einem verlängerten Sommeraufenthalt in Esterháza - die Musiker endlich heim zu ihren Ehefrauen (die am fürstlichen Sommersitz in Esterháza nicht geduldet wurden) wollten, ob es sich einfach um einen musikalischen Scherz handelte, oder ob Haydn eine neue Formstruktur bei der Gattung der Sinfonie ausprobieren wollte, lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Die Angabe, dass - so wie bei der heutigen Aufführung praktiziert - die MusikerInnen nach und nach die Bühne verlassen, findet sich im autographen Stimmenmaterial nicht. \\ |
| Regelmässige kammermusikalische Zusammenarbeit mit dem Pianisten Malcolm Martineau und der Sopranistin Miah Persson. \\ | Die Sinfonie geriet sehr bald fast völlig in Vergessenheit, ehe sie Felix Mendelssohn-Bartholdy bei einem Konzert im Leipziger Gewandhaus am 22. 2. 1838 wieder aufführte. In einem Brief an seine Schwester schrieb er von einer sehr erfolgreichen Aufführung, und: „//Es ist ein curios melancholisches Stückchen//“. \\ |
| Birgit Kolar war unter anderem Konzertmeisterin bei den Wiener Symphonikern von 1994-96. Als Gastkonzertmeisterin spielt Birgit Kolar u.a. in Orchestern wie dem Bayerischen Staatsorchester (Staatsoper München), dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Bergen Philharmonic Orchestra, dem Kopenhagen Philharmonic Orchestra, dem Orquestra del Gran Teatro del Liceu Barcelona, etc. \\ | \\ |
| Von 2003-2009 war sie Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien für Violine Konzertfach und bekleidetet im Jahr 2011 eine Gastprofessur an der Kunstuniversität in Graz. | {{:asosite:komponisten.jpg?800|Komponisten des Frühlingskonzertes 2026}} |
| Birgit Kolar spielt auf einer Violine Carlo Bergonzi, Cremona 1723 aus der Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank. \\ | \\ |
| | //v. l. n. r.: Emmerich Kálmán, Johannes Brahms, Béla Bartók, Joseph Haydn, Hector Berlioz, Zoltán Kodály//\\ |
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| | **Magdalena Katzensteiner**\\ |
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| | {{:asosite:magdalenakatzensteiner.jpg?250|Magdalena Katzensteiner}}\\ |
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| | Die junge Künstlerin Magdalena Katzensteiner stammt aus Weyer (Oberösterreich). Sie kam im Alter von sieben Jahren das erste Mal mit dem Hackbrett in Berührung. Nach zwei Jahren Privatunterricht wechselte sie an die Musikschule Waidhofen/Ybbs, wo sie über zehn Jahre bei Johannes Lagler Hackbrettunterricht erhielt und 2022 ihr Goldenes Leistungsabzeichen erwarb. \\ |
| | 2024 wurde sie beim Wettbewerb „Prima la musica“ Landessiegerin in Oberösterreich; auf diesen Erfolg folgte eine Einladung zum Bundeswettbewerb nach Brixen, den sie als Bundessiegerin am Hackbrett erfolgreich abschloss. 2025 war sie Gewinnerin des Hannes-Kropfreiter-Nachwuchspreises. \\ |
| | Magdalena Katzensteiner studiert seit Herbst 2024 Instrumental- und Gesangspädagogik mit Hauptfach Hackbrett am Mozarteum Salzburg bei Heidi Wallisch-Schauer. \\ |
| | Besondere Freude bereitet ihr das Musizieren im Ensemble. Sie ist Mitglied des |
| | OÖ-Hackbrettorchesters „Hackbrettissimo“ und musiziert in zwei Volksmusikensembles. Weiters spielt sie immer wieder Projekte mit verschiedenen Instrumenten, vor allem im Duo Hackbrett-Steirische Harmonika. |
| | Sie schätzt die vielfältigen Möglichkeiten des Hackbretts und probiert dabei gerne neue Stile und Richtungen aus. Magdalena Katzensteiners Ziel ist es, Hackbrett zu unterrichten, und sie möchte dabei die Freude am Spielen dieses Instruments weitergeben. \\ |
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