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-====Programmeinführung Herbstkonzert 2025====+====Programmeinführung Frühlingskonzert 2026====
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-Die Programmeinführung zu unserem Herbstkonzert finden Sie an dieser Stelle ab Mitte Oktober 2025.\\+Das heutige Konzert steht unter dem Motto **„Ungarische Impressionen“**. Rund um die Háry-Janos-Suite (in der mit Magdalena Katzensteiner die vorjährige Gewinnerin des Hannes-Kropfreiter-Nachwuchspreises mit dem ASO als Solistin musiziert) stehen dabei abwechselnd Werke von ungarischen Komponisten und solche von anderen Meistern, wo die Stücke inhaltlich wie musikalisch einen Bezug zu unserem Nachbarland haben, am Programm.\\   
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 +**Béla Bartók**, **Emmerich Kálmán** und **Zoltán Kodály** gehören einer gemeinsamen Generation ungarischer Komponisten an, deren kompositorisches Schaffen etwa mit dem Jahr 1900 beginnt. Allen drei Persönlichkeiten gemeinsam ist auch, dass sie in Budapest Komposition studierten. Kálmán übersiedelte 1908 nach Wien und prägte gemeinsam u. a. mit Franz Lehár die „Silberne Operettenära“ der Zwischenkriegszeit, wobei „**Gräfin Mariza**“ ein herausragendes Werk darstellt, das auch heute noch auf den Spielplänen der Bühnen steht (u. a. beim heurigen Lehár-Sommerfestival in Bad Ischl). Als Jude musste Kálmán 1938 Wien verlassen und emigrierte zunächst nach Paris, später in die USA; 1949 kehrte er nach Europa zurück. \\ 
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 +Bartók und Kodály verband besonders ihr gemeinsamer Einsatz für die Volksmusikforschung im Rahmen der Musikethnologie. Während des Ersten Weltkrieges war Kodály Bartóks musikalischer Mitarbeiter im k. u. k. Kriegsministerium, wobei sie gemeinsam ein Liederbuch für die Soldaten der k. u. k. Armee herausgaben. Bartók - ein ausgezeichneter Pianist - sammelte im Laufe seines Lebens auf weitläufigen Reisen durch Ungarn, Rumänien, die Slowakei und den Vorderen Orient über 10000 Lieder, die er phonographierte oder direkt schriftlich (in Notenschrift) fixierte. Er suchte dabei v. a. nach der Musik der ländlichen Bevölkerung (die er selbst als „Bauernmusik“ bezeichnete). All dies beeinflusste auch sein Kompositionsschaffen, genauso wie die gemeinsame Suche zahlreicher ungarischer Künstler dieser Zeit nach einem nationalen Stil. \\     
 +Zur Zeit des 1. Weltkrieges gehörte zu Ungarn auch das (überwiegend deutschsprachige) Siebenbürgen; 1918 (bzw. völkerrechtlich 1920) fiel dieses Gebiet an Rumänien (auch Bartóks Geburtsort liegt im heutigen Rumänien). Auch hier sammelte Bartók Volksmelodien und fasste sie zu einer - 1115 instrumentale Melodien umfassenden - Sammlung „**Rumänischer Volkstänze**“ zusammen. Sieben davon stellte er 1915 zu einer kleinen Klaviersuite zusammen, die er zwei Jahre später zu einer Fassung für kleines Orchester umarbeitete. Die Bauern in Ungarn und Rumänien reihten ihre Dorftänze gewöhnlich zu Fünfer- oder Siebenerfolgen auf; Bartók hat in diesem Werk den Aufbau einer solchen Folge nachgeahmt; die „Rumänische Polka“ ist dabei ein „Zwiefacher“, der ständig zwischem Zweier- und Dreiertakt wechselt. \\ 
 +Gemeinsam mit 60 anderen ungarischen Prominenten (darunter Kodály) unterzeichnete er 1938 einen Protest gegen die auf Wunsch des NS-Staates erlassenen ungarischen „Judengesetze“; er verurteilte den Nationalsozialismus auf das Schärfste, und die Angst, dass Ungarn eine deutsche Kolonie werden könnte, ließ ihn 1939 zunächst in die Schweiz, ein Jahr später in die USA emigrieren, wo er schon wenige Jahre später einer Leukämieerkrankung erlag. \\ 
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 +Zoltán Kodály schrieb seine Dissertation über den „Strophenbau im ungarischen Volkslied“ und sammelte im Laufe der Zeit über 3500 ungarische Volkslieder, deren Eigenart er wissenschaftlich untersuchte. Im Gegensatz zu seinen beiden Komponistenkollegen blieb er zeitlebens, als hochgeachtete Persönlichkeit, in Ungarn. \\ 
 +1926 - also vor genau einem Jahrhundert - komponierte er das Singspiel „**Háry János**“, eine Art „Volks-Oper“ (in vier Bildern und einem Vor- und Nachspiel). János Háry (Háry ist der Nach-, János der Vorname) war eine historische Figur, die Anfang des 19. Jahrhunderts lebte. Er diente in den Napoleonischen Kriegen in der kaiserlichen Armee unter Kaiser Franz. I. als einfacher Infanterist. Nach seinem Militärdienst kehrte er in sein Heimatdorf Simontornya (Mittelungarn) zurück und arbeitete dort als Töpfer. In der Dorfschenke war er dafür berühmt, seinen Zechkumpanen Geschichten über seine angeblichen Heldentaten im Krieg zu erzählen; so behauptete er etwa, Napoleon eigenhändig besiegt und das Herz der Kaiserin Marie-Louise gewonnen zu haben. Diese Erzählungen wurden 1843 von János Garay in einem Epos schriftlich festgehalten, das die Grundlage für Kodálys Singspiel (in dem er sich auf vier der Abenteuer János´ beschränkte) darstellte. \\ 
 +Ein Jahr später stellte Kodály aus dem Bühnenwerk eine - äußerst groß besetzte - **Orchestersuite** zusammen, die im März 1927 in Barcelona uraufgeführt wurde. Das sechssätzige Werk beginnt mit einem gewaltigen „orchestralen Niesen“ - in der ungarischen Tradition gilt, wenn jemand während des Erzählens niest, dies als Zeichen dafür, dass die folgende Geschichte die absolute Wahrheit ist. Im dritten und fünften Satz verwendet Kodaly das Zymbal (eine ungarische Form unseres Hackbretts) als Soloinstrument. Das „Lied“ ist dabei tatsächlich ein authentisches ungarisches Volkslied.    \\ 
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 +Zu den populärsten Werken von **Johannes Brahms** zählen seine 21 **Ungarischen Tänze**, die ursprünglich Werke für Klavier zu vier Händen waren, später aber (drei - darunter der Tanz Nr. 1 - von Brahms selbst) für Orchester instrumentiert wurden. Bei manchen Tänzen wurde dabei auch die Tonart verändert (wie im Tanz Nr. 5, der ursprünglich in fis-moll stand). Es handelt sich dabei zumeist die Bearbeitung vorgefundener Melodien, die aber ihrerseits keine originalen Volkslieder ungarischer Roma sind. Brahms hatte sie vom Geiger Eduard Reményi kennengelernt; das Hauptthema des 5. Tanzes stammt vom ungarischen Komponisten Béla Kéler. \\ 
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 +Eine Generation vor Brahms revolutionierte in Frankreich **Hector Berlioz** die Orchestermusik mit ungewohnten neuen Klangfarben, die den Weg zu den üppig besetzten Instrumentalwerken der Spätromantik erst bereiteten. In der „Légende-dramatique“ „**La damnation de Faust**“ - ein Werk sowohl mit Merkmalen einer Nummernoper als auch mit jenen einer Chorsinfonie - spielt der erste Teil in der Puszta Ungarns, wo Faust auf einer Frühlingswiese herumirrt. Den Abschluss dieses Teiles bildet der „**Rákóczi-Marsch**“ - ein ungarisches Nationallied und quasi die inoffizielle Hymne Ungarns. Er geht auf ein sehr populäres Klagelied um 1730 zurück, das das Unglück der Magyaren und die Unterdrückung durch die Habsburger beweinte, und das Franz II. Rákóczi zur Rückkehr anflehte, um sein Volk zu retten. Im 19. Jahrhundert wurde dieses Lied durch den Rákóczi-Marsch abgelöst, den Hector Berlioz für seinen „Faust“ bearbeitete, und der heute noch in Ungarn häufig bei staatlichen und militärischen Feierlichkeiten gespielt wird. Die Uraufführung von „La damnation de Faust“ war übrigens völlig verunglückt und stürzte Berlioz in ein finanzielles Desaster.     \\ 
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 +Die Bezeichnung „**Abschiedssinfonie**“ für **Haydns Sinfonie Nr. 45** stammt nicht vom Komponisten selbst und entstand erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie ist seine einzige Sinfonie, die in der für die damalige Zeit völlig unüblichen (weil auf den damaligen Trompeten und Hörner unspielbaren) und besonders melancholisch geltenden Tonart fis-moll steht, und auch eine der wenigen, die gesichert auf Schloss Esterháza in Fertöd (und damit auf heute ungarischem Staatsgebiet) entstanden ist. Neben dem langen, monotonen zweiten Satz ist die Struktur des Schlusssatzes besonders ungewöhnlich; dieser endet nach dem üblichen schnellen Abschnitt mit einem langsamen Teil, bei dem die einzelnen Instrumente nach und nach zu spielen aufhören und schließlich nur mehr zwei Soloviolinen übrigbleiben. Ob die gängige Vorstellung, dass dadurch Haydn seinen fürstlichen Dienstgeber darauf hinweisen wollte, dass - nach einem verlängerten Sommeraufenthalt in Esterháza - die Musiker endlich heim zu ihren Ehefrauen (die am fürstlichen Sommersitz in Esterháza nicht geduldet wurden) wollten, ob es sich einfach um einen musikalischen Scherz handelte, oder ob Haydn eine neue Formstruktur bei der Gattung der Sinfonie ausprobieren wollte, lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Die Angabe, dass - so wie bei der heutigen Aufführung praktiziert - die MusikerInnen nach und nach die Bühne verlassen, findet sich im autographen Stimmenmaterial nicht. \\ 
 +Die Sinfonie geriet sehr bald fast völlig in Vergessenheit, ehe sie Felix Mendelssohn-Bartholdy bei einem Konzert im Leipziger Gewandhaus am 22. 2. 1838 wieder aufführte. In einem Brief an seine Schwester schrieb er von einer sehr erfolgreichen Aufführung, und: „//Es ist ein curios melancholisches Stückchen//“.      \\ 
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 +{{:asosite:komponisten.jpg?800|Komponisten des Frühlingskonzertes 2026}} 
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 +//v. l. n. r.: Emmerich Kálmán, Johannes Brahms, Béla Bartók, Joseph Haydn, Hector Berlioz, Zoltán Kodály//\\ 
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 +**Magdalena Katzensteiner**\\ 
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 +{{:asosite:magdalenakatzensteiner.jpg?250|Magdalena Katzensteiner}}\\ 
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 +Die junge Künstlerin Magdalena Katzensteiner stammt aus Weyer (Oberösterreich). Sie kam im Alter von sieben Jahren das erste Mal mit dem Hackbrett in Berührung. Nach zwei Jahren Privatunterricht wechselte sie an die Musikschule Waidhofen/Ybbs, wo sie über zehn Jahre bei Johannes Lagler Hackbrettunterricht erhielt und 2022 ihr Goldenes Leistungsabzeichen erwarb. \\ 
 +2024 wurde sie beim Wettbewerb „Prima la musica“ Landessiegerin in Oberösterreich; auf diesen Erfolg folgte eine Einladung zum Bundeswettbewerb nach Brixen, den sie als Bundessiegerin am Hackbrett erfolgreich abschloss. 2025 war sie Gewinnerin des Hannes-Kropfreiter-Nachwuchspreises. \\ 
 +Magdalena Katzensteiner studiert seit Herbst 2024 Instrumental- und Gesangspädagogik mit Hauptfach Hackbrett am Mozarteum Salzburg bei Heidi Wallisch-Schauer. \\ 
 +Besondere Freude bereitet ihr das Musizieren im Ensemble. Sie ist Mitglied des  
 +OÖ-Hackbrettorchesters „Hackbrettissimo“ und musiziert in zwei Volksmusikensembles. Weiters spielt sie immer wieder Projekte mit verschiedenen Instrumenten, vor allem im Duo Hackbrett-Steirische Harmonika. 
 +Sie schätzt die vielfältigen Möglichkeiten des Hackbretts und probiert dabei gerne neue Stile und Richtungen aus. Magdalena Katzensteiners Ziel ist es, Hackbrett zu unterrichten, und sie möchte dabei die Freude am Spielen dieses Instruments weitergeben. \\
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Amstettner Symphonieorchester     Impresssum